That‘s me

Als Ehemann und Vater von drei Kindern habe ich meine Liebe zum Pferd erst recht spät entdeckt. Obwohl Tiere immer ein wichtiger Teil meines Lebens waren, so gehörte bis vor einigen Jahren ein Pferd noch nicht dazu. Zu weit weg war die Welt dieser großen, sanftmütigen Tiere. Meine liebe Ehefrau und meine Tochter waren es, die mich aufs Pferd gebracht haben.
Ihr positiver Einfluß und der Anfangs fast angstvolle Respekt vor diesen großen starken, wehrhaften aber auch sehr sensiblen Tieren hat dann meine Neugier geweckt. Langsam, sehr langsam wurde es mehr mit den Pferden und der Virus packte mich. Dies gipfelte dann in einem eigenen Pferd.

Dieser Pferdekauf gestaltete sich so, wie ich jedoch heute jedem davon abraten würde ein Pferd zu kaufen.
Leo stand irgendwo tief in Thüringen, in einem Ort dessen Name sich niemand merken kann, denn die einzige Straße endet in einer Sackgasse. Dort stand er nun, konnte nicht wirklich geritten werden, da überhaupt keine Tragemuskulatur vorhanden war, mit einigen Jährlingshengsten auf einer Koppel und fristete sein Dasein.  Hufe geben war nicht möglich, weder zum säubern und schon gar nicht zum Ausschneiden. Ungehörig war er durch und durch und ich denke bestimmt zwei Stunden ablongiert worden bevor wir kamen. Sein Benehmen und auch das seiner Verkäuferin waren, sagen wir mal, sonderbar. Spätestens jetzt hätten wir nach Hause fahren und das Thema begraben sollen. Ich war überzeugt irgendetwas in dieser traurigen Kreatur gesehen zu haben und tat das unvernünftigste was man tun kann: Ich kaufte, wie ich heute weiß, ein Tier aus Mitleid von einer dubiosen Händlerin. 

Glücklicherweise waren die meisten Baustellen jedoch mit viel Mühe, Geduld und Konsequenz aber vor allem vertrauensbildenden Maßnahmen und natürlich auch Geld für diverse Behandlungen in den Griff zu bekommen. Mein toller Tierarzt und meine super Hufpfleger die mir immer wieder mit Rat und Tat zur Seite standen haben uns durch manch schwere Zeit gebracht. Diesen dreien, Dr. Marco Halbrock und Torben und Ole Grelck schulde ich grossen Dank. Denn Leo`s Hufe waren am Anfang sicher eines der größten Probleme die es zu lösen galt. 

Dr. Marco Halbrock und auch wieder meine liebe Ehefrau waren es dann, die mich dazu brachten eine Hufpflegerausbildung zu starten. Die vielen Gespräche, das regelmäßige nach Anleitung nachraspeln, die Versorgung Leos mit geklebtem Hufschutz mangels Fachleuten die zur Verfügung standen legten dann eine Professionalisierung nahe. 

Nun ist es soweit und ich versuche auch anderen bei und mit ihren Pferden zu helfen, denn der Huf ist die Basis aller Freude am Reiten und, aber auch, allem Leid wenn er nicht „funktioniert“. Hier zu helfen, bedarf es aber auch nicht nur des Selbststudiums, sondern auch einer fundierten Ausbildung, die ich im LTZ Lehrinstitut Zanger gefunden habe. 

Wie es der Zufall will habe ich durch den Austausch mit einer Lieben Freundin auch eine Physiotherapeutin für Pferde an meiner Seite, wenn es dann von Nöten ist. Der rege Austausch führt zu guten Erfolgen, das Symptomatiken nicht Isoliert betrachtet werden. So ist es möglich im Team gemeinsam und ganzheitlich zu behandeln. 

Hier zahlt sich dann der biomechanische Schwerpunkt meiner Ausbildung aus. Die methodenoffene Ausbildung im LTZ ermöglicht eine gute, offene und individuelle Ausrichtung der Bearbeitung auf das jeweilige Pferd. Nichts wird verteufelt und nichts wird präferiert. Einzig und allein das Wohl des Pferdes ist eintscheidend. Seit April 2025 bin ich auch als Dozent am LTZ tätig, und darf jetzt mein erlerntes an andere Studenten weitergeben.

Trage die Schritte deines Pferdes im Herzen und ihr werdet immer den richtigen Weg gehen.